| Morgendämmerung | 05:54 |
| Sonnenaufgang | 07:51 |
| Mittag | 12:34 |
| Nachmittag | 14:48 |
| Maghreb | 17:45 |
| Nacht | 18:48 |
| Mitternacht | 23:34 |
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Neujahrsfeier im Islamischen Zentrum Hamburg![]() Am Samstag, dem 20.März 2010, veranstaltete das Islamische Zentrum Hamburg eine besonders prachtvolle Neujahrsfeier mit einer Vielzahl von iranischen und anderen Persischsprachigen Muslimen.Etwa eine Stunde vor Beginn des neuen Jahres versammelten sich die Teilnehmer im Konferenzraum des Islamischen Zentrums um einen traditionell[1] und geschmackvoll dekorierten Tisch und verbrachten die letzten Minuten des Jahres mit einem gemeinsamen Bittgebet für ein gesegnetes, glückseliges und von Ruhe und Frieden erfülltes neues Jahr.
Die Veranstaltung begann mit der Rezitation einiger Qur’anverse, wonach Gedichte und Ausschnitte aus literarischen Werken vorgetragen wurden. In den letzten Sekunden beteten alle Anwesenden mit einer Stimme das Bittgebet „O Du, der die Herzen umwälzt…“[2] , welches mittels eines Live-Streams von der Grabstätte Imam Rezas (Friede sei mit ihm) synchron mit den Pilgern bei dieser heiligen Wallfahrtstätte gebetet wurde. Anschließend gratulierte der Imam und Leiter des Islamischen Zentrums Hamburg in einer kurzen Ansprache zum neuen Jahr und schilderte den jahrtausendealten Brauch der Iraner und anderer asiatischer Völker. Er fügte hinzu: „Das Neujahrsfest zum Frühlingsbeginn wird seit Tausenden von Jahren gefeiert und auf Stammesbräuche der vorislamischen Zeit zurückgeführt. Persischsprachige Länder und solche, deren Sprache mehr oder weniger mit dem Persischen verwandt ist, wie z. B. Kasachstan, Tadschikistan, Turkmenistan, Pakistan und Afghanistan feiern diesen Neujahrstag entsprechend.
Da auch die UNO diesen Neujahrstag als ein internationales Kulturfest des Friedens anerkennt, hoffen wir, dass alle Menschen die wahre Bedeutung von Frieden und menschlicher Kultur erfassen und dafür eintreten.
![]() Der Brauch des Neujahrsfests hat bereits in der vorislamischen Epoche existiert und bestand nach der Verbreitung des Islam (und der Einführung des islamischen Mondkalenders[3]) weiter; er wurde vom Islam gewissermaßen sogar bekräftigt. Der Islam unterstützt jede Kultur, die zwischenmenschliche Beziehungen und Nächstenliebe fördert und Missfallen zwischen den Menschen beseitigt; er lehnt aber auch jede Form von Aberglauben ab.“
Ayatollah Dr. Ramezani berief sich auf einige Überlieferungen der unfehlbaren Imame (Friede sei mit ihnen) und einige Gebete und Bittgebete bezüglich des Neujahrsfestes und betonte, dass der Frühling und das Aufleben der Natur für uns lehrreich sein können: „Der Islam lehrt uns, dass wir in allem, was in der Natur existiert, einen spirituellen und übernatürlichen Aspekt sehen sollten. Der Mensch kann vom Frühling das Aufleben, Frische, Liebe und Sanftmut lernen. Eine solche Ansicht hinsichtlich des Neujahrbeginns und des Frühlings kann den Weg für Zusammenarbeit und gegenseitiges Verständnis ebnen.Der Begriff „Id“, d. h. Fest, kommt einmal im Qur’an[4] vor, und bedeutet eine Art Rückkehr - eine Rückkehr zu Natur, Liebe, Menschlichkeit und Schönheit. Mit dem Beginn des neuen Jahres lassen wir jegliche Missgunst, die im Laufe des vergangenen Jahres entstanden sein könnte, der Vergangenheit angehören und kehren zu dem zurück, was dem menschlichen Leben Bedeutung verleiht. Blicken wir richtig und liebevoll auf das Dasein und auf uns selbst, verstehen wir uns gegenseitig viel besser und leben auch besser miteinander, indem wir unsere individuellen und gesellschaftlichen Probleme bewältigen.“
Anschließend gratulierte Herr Khosch-Ahwal, der oberste Botschaftsrat der Islamischen Republik Iran in Hamburg, im Rahmen einer kurzen Rede den Anwesenden zum Neujahr.
Die Veranstaltung endete mit den Abend- und Bittgebeten, wonach die Anwesenden sich in einer freundschaftlichen Atmosphäre gratulierten und auch Geschenke austauschten.
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