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Dreitägiges Seminar: „Friede mit dem Islam“

Das Seminar „Friede mit dem Islam“ wurde vom Verein „Islamischer Pfad“ vom Freitag, den 21., bis Sonntag, den 23. Mai 2010, veranstaltet. Dieses deutschsprachige Seminar wurde von einer beträchtlichen Anzahl an jungen Muslimen und Muslimas aus verschiedenen deutschen Städten besucht.

 
Das Seminar umfasste verschiedene kulturelle und religiöse Programmpunkte und auch einige Freizeitaktivitäten. Es wurden Vorträge gehalten, Fragen beantwortet, Wettbewerbe zu kulturellen Themen veranstaltet und Ausstellungen von Büchern etc. angeboten. Auch Religionsunterricht für Kinder und Jugendliche wurde in Form von Blockveranstaltungen gehalten.
Die Veranstaltung begann mit der Rezitation einiger Koranverse, wonach Hodschatoleslam Tarek Yilmaz und Hodschatoleslam Seyed Nasereddin Alhassani Vorträge zu den Themen „Integration und Koexistenz für Friede und Sicherheit“ und „Was ist Friede?“ hielten und anschließend die Fragen der Anwesenden beantworteten.

 
Am zweiten Tag hielt Frau Fatima Özoguz ein Referat zum Thema „Friede in der Nahdsch-ul-Balagha“.

 
In seiner Rede befasste sich Ayatollah Dr. Ramezani, der Imam und Leiter des Islamischen Zentrums Hamburg, mit dem Thema: „Friede und Sicherheit im Qur’an und in den Überlieferungen“. Er betonte die Notwendigkeit, die verschiedenen Dimensionen des Islam zu erkennen und erachtete dies als eine der wichtigeren Pflichten eines Muslims: „Am wichtigsten ist es in diesen Veranstaltungen, die verschiedenen Dimensionen des Islam zu erkennen. Die in diesen Ländern lebenden Muslime sollten den Islam zuerst richtig kennen, und dann ihre Taten und ihr Verhalten nach den Anweisungen des Islam ausrichten.“

 
„Gestaltet jeder Muslim sein Verhalten anhand der islamischen Lehren, steigern sich Friede und Sicherheitsgefühl auf individueller und gesellschaftlicher Ebene erheblich. Wenn wir den Islam kennen und ihn praktizieren, fühlen wir innere Ruhe und Frieden, und können auch den Frieden und die Ausgeglichenheit der Gesellschaft, in der wir leben, gewährleisten.“

 
Der Leiter des Islamischen Zentrums erachtete den Islam als eine Religion der Barmherzigkeit, des Verstands und der Spiritualität, und befasste sich mit den Begriffen „Friede“ und „Sicherheit“ und erläuterte sie: „‘Salam‘, was ‚Friede‘ bedeutet, ist ein Beiname Gottes, der in der 59. Sure des Qur’an vorkommt. Ein Gott, dem die Eigenschaft des Friedens zugewiesen wird, ruft die gesamte Menschheit zum Frieden auf: „Und Allah lädt zur Wohnstatt des Friedens…“[i] Will der Mensch diese Einladung in die Heimstätte des Friedens annehmen, muss er ein gesundes Herz besitzen. In erster Linie hat er also sein Herz zu erziehen und es gesund zu erhalten. Um ein gesundes Herz zu haben, muss ein Mensch seine Beziehung zu Gott verbessern, und hier wird der Friede zum Thema: der wichtigste Friede ist der zwischen Mensch und Gott, und er setzt voraus, dass der Mensch ein aufrichtiger Gottesdiener ist und den Anweisungen des Erhabenen Gehorsam entgegenbringt. Der Friede zwischen Mensch und Gott bedeutet, dass sich der Mensch auf dem Pfad der Rechtschaffenheit und Rechtleitung fortbewegt, sich seiner Pflichten und Verantwortungen bewusst ist und sich entsprechend verhält, nur Gott fürchtet und nur Ihn liebt.“

 
„Der hl. Prophet (s.) sagte: ‚Ein Muslim ist ein Mensch, vor dessen Zunge und Hand Muslime in Sicherheit sind.’“ Ein solcher Muslim wird als gläubig bezeichnet. Gläubig ist jemand, der in erster Linie vor seinen eigenen Versuchungen in Sicherheit ist, und vor dem in zweiter Linie auch Andere in Sicherheit sind.“

 
Er fügte hinzu: „Der Islam ist eine Religion der Liebe und vermittelt die Nächstenliebe in all seinen Lehren. Der Islam ist eine Religion des Friedens und der Sicherheit und ruft den Menschen zur Friedensstiftung zwischen sich selbst und anderen auf. Der Islam stellt dem Menschen die Schönheit Seiner Schöpfung zur Schau, und auch wir sollten bemüht sein, die Schönheiten der Kenntnis über den Islam aus dem Qur’an und aus den Worten der großen, religiösen Anführer zu lernen.“

 
Anschließend beantwortete der Leiter des Islamischen Zentrums Hamburg die Fragen der Anwesenden in einer offenen herzlichen Atmosphäre.

 
Am letzten Tag dieses Seminars hielt Hodschatoleslam wal moslemin Waldmann einen Vortrag zum Thema: „Friedliches Leben mit Muslimen in einer nichtmuslimischen Gesellschaft“, wonach Fragen beantwortet und das Leben der Muslime in der europäischen Gesellschaft diskutiert wurden. Der letzte Vortragende dieses Seminars war Herr Dr. Yavuz Özoguz, der den inneren Frieden der Menschen und seine Rolle in der Friedensstiftung und Sicherheit auf gesellschaftlicher Ebene besprach.

 
Diese Veranstaltung wurde von allen Teilnehmern und vor allem von Jugendlichen gut angenommen, die innerhalb dieser drei Tage mit einigen Themen und Lehren des Islam vertraut wurden.
 


[i] 10:25