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Festveranstaltung anlässlich des Geburtstages von Imam Ali (a.s.)Am Sonntag, den 6. Juli 2009 (13. Radschab) gedachten Hunderte von Muslimen im Islamischen Zentrum Hamburg des Geburtstages von Imam Ali (a.s.). Wie in den vergangenen Jahren, waren auch in diesem Jahr wieder Muslime aus ganz Deutschland angereist, um an der Zeremonie der inneren Zurückgezogenheit teilzunehmen.
Mit einer Lesung aus dem Heiligen Qur’an wurde die Festveranstaltung begonnen. In verschiedenen Redebeiträgen in deutscher und persischer Sprache wurde das Leben von Imam Ali (a.s.) skizziert und die besonderen Charaktereigenschafen dieser herausragenden islamischen Persönlichkeit hervorgehoben.
Der besondere Gottesdienst der inneren Zurückgezogenheit (Etekaf), der am 13., 14. und 15. Radschab (6.-8. Juli 2009) bereits zum sechsten Mal in der Jami-Moschee Imam Ali (a.s.) in Hamburg stattfand, erfreut sich von Jahr zu Jahr größerer Beliebtheit. So reisten auch in diesem Jahr Hunderte von Muslimen aus ganz Deutschland nach Hamburg, darunter einer große Schar von jungen Musliminnen und Muslimen.
Aus islamischer Sicht basieren das positive und nützliche Engagement des Menschen in der Gesellschaft auf seiner Selbstentwicklung und inneren Reinigung von allen Schlechtigkeiten. Wenn der Mensch sich selbst vergisst und sich nicht kontinuierlich verbessert, wird er sich nicht nur in seinem individuellen und privaten Leben mit Problemen konfrontiert sehen, sondern auch im Umgang mit der Gesellschaft, und er kann seine Funktion als Mitglied der Gesellschaft auf keine positive und nützliche Weise wahrnehmen. Aus diesem Grund hat der Islam neben gesellschaftlichen Geboten auch Zeremonien vorgesehen, deren wichtigste Funktion die innere Reinigung und die Verstärkung der Spiritualität im Menschen ist, und letztlich werden die Ergebnisse dieser positiven Eigenschaften des Menschen in der Gesellschaft reflektiert.
E’tekaf und die dazugehörigen Gottesdienste und Zeremonien ist ein solcher Gottesdienst, und deshalb werden diese drei Tage auch als Tagen der Helligkeit und des Lichtes (ayam al-bayz) bezeichnet. EþtekÁf bietet dem Menschen die Möglichkeit, sich auf sich selbst und das Wesentliche in seinem Leben zu besinnen, und seine Verbindung zu Gott zu stärken. Dieses intensive Eintauchen in die spirituelle Welt vermittelt dem Menschen neue Erfahrungen. Gebete, Fasten und die für diese Tage vorgeschriebenen Zeremonien helfen dem Gläubigen, sein Wesen zu reinigen und erstrahlen zu lassen.
as Islamische Zentrum Hamburg hat den Teilnehmern an diesem Gottesdienst wieder besondere Programmpunkte angeboten, wie z. B. Kurzvorträge, Beantwortung religiöser Fragen, gemeinsames Lesen des Qur’an und spezieller Bittgebete, usw.
Den Teilnehmern wurden ein eigens für diese Tage angefertigter Gebetskalender mit den jeweiligen Programmpunkten, eine Reihe von Bittgebeten und schriftliche Informationen über die Philosophie und die Vorschriften der inneren Zurückgezogenheit in verschiedenen Sprachen zur Verfügung gestellt.
Anlässlich des Todestages von Hazrate Zaynab (s.a.) befasste sich der Leiter des Islamischen Zentrums Hamburg, Herr Ayatollah Dr. Reza Ramezani, mit der Bedeutung des qur’anischen Verses „Wahrlich, im Gedenken Gottes finden die Herzen Trost“ und hob die Bedeutung des Monats Radschab als Monat der Bittgebete und der Stärkung der Verbindung mit Gott hervor. „Der gesegnete Monat Radschab ist der Monat der Schönheit, denn es ist der Monat der Bittgebete und der Stärkung der Verbindung mit Gott, einer Verbindung, der die Menschen dringend bedürfen“, hob Herr Ayatollah Dr. Ramezani hervor.
Der Leiter des Islamischen Zentrums führte aus, dass jeder Mensch von Zeit zu Zeit ein Bedürfnis nach innerer Ruhe, Einsamkeit und Zurückgezogenheit verspürt, und diese drei Tage bieten den gläubigen Menschen diese Möglichkeit, sich voll und ganz auf Gott zu konzentrieren und mit Ihm Zwiegespräche zu führen.
In einem weiteren Teil seiner Ansprache betonte Herr Ayatollah Dr. Ramezani mit Blick auf die Persönlichkeit und Lebensgeschichte von Hazrate Zaynab deren herausragendes Wissen und ihre besondere Erkenntnis. „Diese besondere mystische Erkenntnis von Gott geht deutlich aus ihren Worten hervor, mit denen sie die Frage beantwortete, wie sie die Ereignisse in Kerbala erlebt habe, denn sie antwortete: ‚Ich habe alles schön gesehen’. Hazrate Zaynab hatte eine so herausragende mystische Stufe erreicht, dass jemand wie Imam Husayn (a.s.) sie um ihre Fürbitte in den nächtlichen Gebeten bat.
Am Nachmittag des dritten Etekaftages verrichteten die Gläubigen das empfohlene Umm al-Dawud-Gebet, ein Gebet, das Imam Jafar as-Sadiq (a.s.) eine Muslimin lehrte, um für ihre Probleme eine Lösung zu ersuchen. Das vollständige Gebet ist in allen Gebetsbüchern wie z. B. in Mafatih al-Jinan aufgeführt. Dieses Gebet ist kein notwendiger Bestandteil von Etekaf, d. h. die Mutakefin können darauf verzichten wie gleichermaßen auch jeder, der nicht Etekaf praktiziert, diese religiöse Zeremonie praktizieren kann. |