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MuharramIm Namen des Erhabenen Das Islamische Zentrum Hamburg wünscht allen Muslimen zum Beginn des neuen islamischen Jahres Gottes Segen und Beistand und spricht gleichzeitig allen Muslimen anlässlich des Märtyrertumtages von Imam Husayn sein Beileid aus. Muharram ist der erste Monat des islamischen Mondjahres, und die Auswanderung des Propheten des Islam (Friede sei mit ihm und seinen Nachkommen) von Mekka nach Medina kennzeichnet den Beginn der islamischen Zeitrechnung. Der Heilige Qur’an stellt fest, dass der Monat Muharram einer von vier heiligen Monaten ist. Deshalb ist dieser Monat für die Muslime ein wichtiger Monat, in dem am 1., 3. und 7. Tag das Fasten empfohlen ist, wenn-gleich gemäß der Tradition des Propheten das Fasten mit Ausnahme von einigen Tagen immer empfohlen ist.
Stets hat der Prophet seinen Anhängern deutlich gemacht, dass ihm Imam Hasan und Imam Husayn sehr viel bedeuten, und dass er die beiden Enkelsöhne besonders liebt. Der Prophet sagte oftmals:
In einer anderen Überlieferung wird vom Propheten folgender Ausspruch wiedergegeben: „Husayn ist von mir und ich bin von Husayn.“ Das Engagement Imam Husayns gegen Mu’awiya wurde in der damaligen islamischen Gesellschaft immer deutlicher. Der hanbalitische Rechtsgelehrte Qazi Abu Ya’ala (560), Abu-l-Faradsch Abdurahman ibn Dschusi, ein bekannter Sunnit aus der Familie der ersten Kalifen (597), Dschalaluddin Suyuti, ein großer Gelehrter der Schafi’iten (911), Ibne Aqil, ein Rechtsglehrter der Hanbaliten (513), Ibn Chaldun oder auch einige zeitgenössische Sunniten wie der Gelehrte Alusi in seinem Qur’antafsir „Ruh ul-Ma’ani“ (Der Geist der Bedeutung) haben sich alle von Imam Husayn begeistert gezeigt und seinen Namen mit Ehre und Achtung erwähnt. Der große Scheich Muhammad Abduh schildert den Weg Imam Husayns in „Die Konfrontation mit Unterdrückung und Ungerechtigkeit“. Abbas Mahmud Al-’Aqad vertritt die Ansicht, dass engstirnige Menschen die Tat von Imam Husayn nicht verstehen können.
„In Husain erblicken die Gläubigen jetzt das Sinnbild aller Leidenden: den ‚Fürst der Märtyrer’ (sayyid asch-schuhahada), der wie Christus bewusst seinen Todesweg gegangen sei, um den Menschen den wahren Weg zu weisen.“ Hans Küng, kath. Theologe
„Ich habe der indischen Nation nichts Neues gebracht. Ich habe nur das Ergebnis meiner Forschung über den Held von Kerbala als Neuigkeit für die indische Nation gebracht. Wenn wir Indien retten wollen, müssen wir den Weg, den Imam Husayn gegangen ist, imitieren.“
„Die Märtyrer von Kerbala haben mit ihrer Tat deutlich gemacht, dass in einer Situation, in der die Wahrheit der Unwahrheit gegenübersteht, ein auf Quantität basierender Sieg bedeutungslos ist. Der Sieg Husayns, mit einer geringen Anzahl an Menschen, die ihm beistanden, versetzt mich in Erstaunen.“
„Ich erinnere mich noch immer an den tiefen Eindruck, den das erste persische Gedicht, das ich jemals im Zusammenhang mit der Tragödie von Kerbala gelesen habe, auf mich ausübte. Es war das Klagelied von Qaani, das mit den Worten beginnt:
Die gesamte Menschheitsgeschichte zeigt, dass der menschliche Geist in viele Richtungen strebt, aus vielen Quellen Stärke und Nahrung zieht. Unsere Körper, unsere physischen Kräfte, haben sich entwickelt oder sind nach vielen Kämpfen und Niederlagen aus früheren Formen entstanden. Unser Geist hat seine Märtyrer gehabt, und unsere großen Forscher sind oftmals mit dem Geist des Märtyrers fortgeschritten. Sie seien geehrt. Aber die größte Ehre muss noch immer bei den großen Erforschern des spirituellen Bereichs liegen, jenen, die sich fürchterlichen Schwierigkeiten gegenübersahen und sich weigerten, sich dem Bösen zu ergeben. Statt zuzulassen, dass heiligen Dingen ein Stigma zugeschrieben wird, haben sie mit ihrem Leben die Strafe des Widerstandes bezahlt. Die erste Art von Widerstand leistete der Imam, als er von Stadt zu Stadt zog, gejagt von Ort zu Ort, aber ohne einen Kompromiss mit dem Bösen zu schließen. Dann wurde die Möglichkeit eines wirkungsvollen aber gefährlichen Versuchs geboten, das Haus Gottes zu räumen, oder seine Freunde stillschweigend zu verlassen und bequem für sich zu leben. Er wählte den Weg der Gefahr mit Pflicht und Ehre, wich niemals davon ab und gab treu und tapfer sein Leben. Seine Geschichte reinigt unsere Emotionen. Wir können das Gedenken an ihn am besten ehren, wenn wir zulassen, dass es uns Mut und Standhaftigkeit lehrt. A. Yusuf Ali, bekannter sunnitischer Qur’ankommentator |