Islamisches Zentrum Hamburg
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Nachrichten Code : 42598
Datum der Veröffentlichung : 1/15/2014 5:24:00 PM
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Islamkunde 19 – Islam und Glaube 19 Redner: Ayatollah Dr. Ramezani Imam und Leiter des islamischen Zentrums Hamburg

Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen.

Aller Lobpreis gebührt Gott, dem Erhabenen, dem Herrn aller Welten. Wir danken Ihm für Seine Gnade und Seine Gaben und bitten Ihn um Hilfe und Rechtleitung in allem, was wir tun, und hoffen, dass Er uns in Seine Gunst aufnimmt. Sein Frieden und Segen seien mit unserem Propheten Muhammad (Friede sei mit ihm), seinen reinen Nachkommen (Friede sei mit ihnen) und seinen rechtschaffenen Gefährten. O Diener Gottes, ich rate mir selbst und Ihnen allen zur Ehrfurcht vor Gott und zum Gehorsam gegenüber Seinen Geboten.
Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen.
 
Aller Lobpreis gebührt Gott, dem Erhabenen, dem Herrn aller Welten. Wir danken Ihm für Seine Gnade und Seine Gaben und bitten Ihn um Hilfe und Rechtleitung in allem, was wir tun, und hoffen, dass Er uns in Seine Gunst aufnimmt. Sein Frieden und Segen seien mit unserem Propheten Muhammad (Friede sei mit ihm), seinen reinen Nachkommen (Friede sei mit ihnen) und seinen rechtschaffenen Gefährten. O Diener Gottes, ich rate mir selbst und Ihnen allen zur Ehrfurcht vor Gott und zum Gehorsam gegenüber Seinen Geboten.
Schon in mehreren Ansprachen haben wir uns nun mit dem Glauben und verschiedenen, glaubensbezogenen Dingen befasst. Es muss zugestanden werden, dass es über den Glauben noch viel mehr zu besprechen gibt. Wir wollten uns aber nur mit den grundlegenden Dingen befassten und werden daher nur mehr 2 Punkte anführen, womit wir dieses Thema dann beenden.
Der erste Punkt sind die Eigenschaften und Eigenheiten, die der hl. Qur’an den Gläubigen zuschreibt. Einige dieser Eigenschaften werden wir hier erwähnen:
1.     Glaube an die Gottesherrschaft
Der Glaube an die Gottesherrschaft hat zu bedeuten, dass der Gläubige seinen Schöpfer stets als seinen Gott betrachtet und zugesteht, dass er der Herrscher über alles und der Sachwalter über alle Angelegenheiten ist. Dieser Glaube setzt voraus, dass der Gläubige seine Glückseligkeit sowie sein Missgeschick von Gottes Zufriedenheit abhängig sieht. So wird Gott vom wahren Gläubigen sowohl gefürchtet als auch geliebt.
2.     Scheu und Furcht
Hier hat dies eine von Angst begleitete Liebe zu bedeuten.[1] So wie man seinen guten Freund liebt, fürchtet man auch um ihn, bzw. man fürchtet die Ereignisse der Zukunft. Der hl. Qur’an sagt: „Wahrlich, jene, die sich aus Furcht vor ihrem Herrn Sorge tragen…“[2]
3.     Glaube an die göttlichen Zeichen
Zu den Eigenschaften der Muslime gehört, dass sie an die göttlichen Zeichen glauben: „und jene, die an die Zeichen ihres Herrn glauben“[3]. Damit ist alles gemeint, was ein Anzeichen von Gottes Existenz ist und den Menschen mit Gott verbindet. Zu den wichtigsten dieser Anzeichen gehören allerdings die monotheistischen Propheten, denen von Gott die Aufgabe gegeben wurde, Gottes Botschaft den Menschen zu überbringen und sie rechtzuleiten. Die Menschen erlangen ihr wahres Leben, indem sie den Propheten Folge leisten.
4.     Unterlassen der Vielgötterei
Zu den weiteren Eigenschaften der Gläubigen gehört, dass sie nichts und niemandem dem erhabenen Gott gleichsetzen: „und jene, die ihrem Herrn nichts zur Seite stellen“[4] Der gläubige Mensch glaubt mit seinem ganzen Wesen an den Monotheismus und an die Göttlichkeit seines erhabenen Schöpfers, er hat darüber die Kenntnis gewonnen, die Argumente akzeptiert und beachtet dies in allen Phasen seines Lebens.
5.     Gute Taten
Zu den Anzeichen der Gläubigen gehört, dass sie stets gutes Werk verrichten, um sich einen Vorrat [fürs Jenseits] anzulegen und sich mit guten Taten zu schmücken. „und jene, die da spenden, was zu spenden ist…“[5]
6.     Furcht im Herzen
Zu den weiteren Eigenschaften der Gläubigen gehört, dass sie eine Furcht im Herzen tragen. Damit ist allerdings die Furcht gemeint, die der Vernunft und der Seele entspringen. Der Mensch, der in seiner Macht beschränkt ist, empfindet Scham gegenüber den reichen Gaben, die ihm von Gott gegeben wurden. Er fühlt sich ohnmächtig und trägt stets die Angst, dass ihm die göttlichen Gaben verwehrt bleiben: „und jene, deren Herzen beben“[6]
7.     Der Glaube an die Wiederauferstehung
Eine weitere Eigenschaft der Gläubigen ist der Glaube an das Jenseits. Sie glauben an den Tag der Wiederauferstehung: „weil sie zu ihrem Herrn zurückkehren werden“[7] und aufgrund dieses Glaubens an die Rückkehr zu ihrem Ursprung bemühen sie sich darin, gute Werke zu verrichten.
Der zweite Punkt hat mit den Hindernissen des Glaubens zu tun. Im Qur’an ist einiges darüber erwähnt worden. Es wurde z.B. gesagt, dass die Herzen mancher Menschen durch ihre verwerflichen Taten und ungültigen Glauben versiegelt werden, ihnen wird die Fähigkeit genommen zu verstehen, zu empfinden und Kenntnis zu gewinnen: „Versiegelt hat Allah ihre Herzen und ihr Gehör; und über ihren Augen liegt ein Schleier“[8] Ein krankes Herz ist ein weitere Hindernis auf dem Weg des Glaubens: „In ihren Herzen ist eine Krankheit“[9] In einem kranken Herzen gibt es nicht außer Zweifel, Zwiespalt und Unsicherheit.[10] Das gesunde Herz hingegen ist vor den Krankheiten immun und der Kenntnisgewinnung steht hier nichts im Wege. Gott sagt im Qur’an dass die Rückkehr von der Sünde die Heilung dieser Herzenskrankheit ist. Sollte die Rückkehr echt und aufrichtig sein, entflammt der Glaubens im menschlichen Herzen erneut.


[1] Mufradat Ragheb, Kapitel „Muschfiq“
[2] 23:57
[3] 23:58
[4] 23:59
[5] 23:60
[6] Ebd.
[7] Ebd.
[8] 2:7
[9] 2:10
[10] Al misan, Band 5, S. 378


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