Islamisches Zentrum Hamburg
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Nachrichten Code : 42583
Datum der Veröffentlichung : 1/15/2014 4:23:00 PM
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Islamkunde 3 Redner: Ayatollah Dr. Ramezani - Imam und Leiter des islamischen Zentrums Hamburg

Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen.



Aller Lobpreis gebührt Gott, dem Erhabenen, dem Herrn aller Welten. Wir danken Ihm für Seine Gnade und Seine Gaben und bitten Ihn um Hilfe und Rechtleitung in allem, was wir tun, und hoffen, dass Er uns in Seine Gunst aufnimmt. Sein Frieden und Segen seien mit unserem Propheten Muhammad (Friede sei mit ihm), seinen reinen Nachkommen (Friede sei mit ihnen) und seinen rechtschaffenen Gefährten. O Diener Gottes, ich rate mir selbst und Ihnen allen zur Ehrfurcht vor Gott und zum Gehorsam gegenüber Seinen Geboten.

Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen.

 

Aller Lobpreis gebührt Gott, dem Erhabenen, dem Herrn aller Welten. Wir danken Ihm für Seine Gnade und Seine Gaben und bitten Ihn um Hilfe und Rechtleitung in allem, was wir tun, und hoffen, dass Er uns in Seine Gunst aufnimmt. Sein Frieden und Segen seien mit unserem Propheten Muhammad (Friede sei mit ihm), seinen reinen Nachkommen (Friede sei mit ihnen) und seinen rechtschaffenen Gefährten. O Diener Gottes, ich rate mir selbst und Ihnen allen zur Ehrfurcht vor Gott und zum Gehorsam gegenüber Seinen Geboten.

Über den Begriff “Islam”, Teil 1

Der Begriff “Islam”, der sehr oft im Qur’an erwähnt wird, ist nicht nur ein Name für die Religion des letzten, monotheistischen Propheten, Muhammad (s.), sondern beschreibt diese monotheistische Religion auch am besten und genauesten. Dieser Name, der die letzte Regel und das letzte, göttliche Gesetz beschreibt, bedeutet nämlich Ergebenheit und beinhaltet die Essenz der Lehren aller monotheistischen Propheten. Alle monotheistischen Propheten luden die Menschheit dazu ein, Gott gegenüber ergeben zu sein, ihm zu dienen und sich zum Einhalten seiner Regelungen zu verpflichten, damit sie dadurch von der Dienerschaft allem außer Gott gegenüber befreit werden und sich von Götzen und anderen Illusionen der Menschheit distanzieren.

Dieser Name und Titel ist mit allen glaubensbezogenen, ethischen und praktischen Inhalten der Religion vereinbar und betont in Wirklichkeit die Essenz der Religion und die wahre Bedeutung des Glaubens, die in den Lehren aller monotheistischen Propheten enthalten war. Der Islam ist mit Gottesdienerschaft gleichbedeutend, einem Prinzip, dass den Hauptinhalt der Botschaft aller monotheistischen Propheten bildet. Sie alle riefen die Menschheit dazu auf, einen einzigen Gott anzubeten damit der Mensch sich durch diese, einzig wahrhaftige Dienerschaft, von der Dienerschaft allem außer Gott gegenüber befreit. Der Islam ist somit die Religion aller monotheistischen Propheten gewesen und war in ihrem Aufruf enthalten. Er ist eine allumfassende Überschrift für die Missionen aller monotheistischen Propheten. Darum wird der Begriff „Islam“ im Qur’an auch gleichbedeutend mit aufrichtigem Glauben und vollständiger Ergebenheit den göttlichen Befehlen gegenüber angewendet. In der heutigen Ansprache möchten wir hierfür einige Fälle erwähnen.

Der Qur’an sagt über Noah (a.s.):

„Kehrt ihr aber den Rücken, so habe ich von euch keinen Lohn verlangt. Mein Lohn ist allein bei Allah, und mir ward befohlen, daß ich zu den Gottergebenen gehöre.»“[1]


In einem anderen Fall, spricht Gott Abraham (a.s.) an:

„Als sein Herr zu ihm sprach: «Ergib dich», da sagte er: «Ich habe mich ergeben dem Herrn der Welten.» Und ebenso beschwor Abraham - und Jakob - seine Söhne: «O meine Söhne, in Wahrheit hat Allah (diesen) Glauben für euch erwählt; sterbet also nicht, außer ihr seid Gottergebene.»“[2]


Der hl. Qur’an erzählt, wie Yusuf (a.s.) sagt:

„O mein Herr, Du hast mir nun Herrschaft verliehen und mich die Deutung der Träume gelehrt. O Schöpfer der Himmel und der Erde, Du bist mein Beschützer in dieser Welt und in der künftigen. Laß mich sterben in Ergebenheit und vereine mich mit den Rechtschaffenen.»“[3]


Der hl. Qur’an erzählt auch vom Gespräch zwischen Mose (a.s.) und seinem Volk:

„Moses sprach: «O mein Volk, habt ihr an Allah geglaubt, so vertrauet nun auf Ihn, wenn ihr euch wirklich (Ihm) ergeben habt.»“[4]


Einige weitere Vorkommnisse des Begriffs „Islam“ im hl. Qur’an:

„Wir hatten die Thora hinabgesandt, in der Führung und Licht war. Damit haben die Propheten, die gehorsam waren, den Juden Recht gesprochen, und so auch die Wissenden und die Gelehrten“[5]

„Als Ich die Jünger bewog, an Mich und an Meinen Gesandten zu glauben, da sprachen sie: «Wir glauben, und sei Zeuge, daß wir gottergeben sind.»“[6]

Diesen Qur’anversen kann entnommen werden, dass der Begriff „Islam“ anhand seiner Bedeutungen und seiner Aussagekraft alle Religionen beinhaltet, und zugleich auch der Name der einen Religion ist, die Gott seinem letzten Propheten offenbarte und zugleich auch eine heilige Schrift herabsandte, die Qur’an heißt, und wer an diesen Propheten und an dieses Buch glaubt, wird Muslim genannt. In den zukünftigen Ansprachen werden wir uns mit den Eigenheiten und Charakteristiken dieser Religion, und einigen anderen Dingen, die damit zu tun haben beschäftigen.

Es sollte allerdings daran erinnert werden, dass diejenigen, die versuchen, den Islam richtig und fundiert zu beurteilen, sich dabei an die Logik halten müssen, die benötigt wird, um den Islam richtig zu verstehen, damit keine Fehler in diesem Verständnis vorkommen. Hält man sich nicht an die ursprünglichen Texte, gerät man ganz sicher auf Irrwege und es werden einem ganz klar bei seiner Meinungsbildung über den Islam Fehler unterlaufen.



[1] 10:72

[2] 2:131-132

[3] 12:101

[4] 10:84

[5] 5:44

[6] 5:111


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