Islamisches Zentrum Hamburg
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Nachrichten Code : 42582
Datum der Veröffentlichung : 1/15/2014 4:18:00 PM
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Islamkunde 2 Redner: Ayatollah Dr. Ramezani - Imam und Leiter des islamischen Zentrums Hamburg



Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen.





Aller Lobpreis gebührt Gott, dem Erhabenen, dem Herrn aller Welten. Wir danken Ihm für Seine Gnade und Seine Gaben und bitten Ihn um Hilfe und Rechtleitung in allem, was wir tun, und hoffen, dass Er uns in Seine Gunst aufnimmt. Sein Frieden und Segen seien mit unserem Propheten Muhammad (Friede sei mit ihm), seinen reinen Nachkommen (Friede sei mit ihnen) und seinen rechtschaffenen Gefährten. O Diener Gottes, ich rate mir selbst und Ihnen allen zur Ehrfurcht vor Gott und zum Gehorsam gegenüber Seinen Geboten.


Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen.





Aller Lobpreis gebührt Gott, dem Erhabenen, dem Herrn aller Welten. Wir danken Ihm für Seine Gnade und Seine Gaben und bitten Ihn um Hilfe und Rechtleitung in allem, was wir tun, und hoffen, dass Er uns in Seine Gunst aufnimmt. Sein Frieden und Segen seien mit unserem Propheten Muhammad (Friede sei mit ihm), seinen reinen Nachkommen (Friede sei mit ihnen) und seinen rechtschaffenen Gefährten. O Diener Gottes, ich rate mir selbst und Ihnen allen zur Ehrfurcht vor Gott und zum Gehorsam gegenüber Seinen Geboten.

Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen.

 

 

Aller Lobpreis gebührt Gott, dem Erhabenen, dem Herrn aller Welten. Wir danken Ihm für Seine Gnade und Seine Gaben und bitten Ihn um Hilfe und Rechtleitung in allem, was wir tun, und hoffen, dass Er uns in Seine Gunst aufnimmt. Sein Frieden und Segen seien mit unserem Propheten Muhammad (Friede sei mit ihm), seinen reinen Nachkommen (Friede sei mit ihnen) und seinen rechtschaffenen Gefährten. O Diener Gottes, ich rate mir selbst und Ihnen allen zur Ehrfurcht vor Gott und zum Gehorsam gegenüber Seinen Geboten.

Einführung und einige Voraussetzungen (2)

Themen, die mit dem Islam zu tun haben, haben stets mehrere, verschiedene Aspekte. Jeder einzelne dieser Aspekte hat schon immer den Verstand verschiedener Wissenschaftler mit sich beschäftigt. Jeder versucht, dieses Thema aus einem Blickpunkt zu betrachten, auf den er spezialisiert ist und eine korrekte Wahl dieser Blickpunkte setzt mehrere Dinge voraus, von denen wir hier einige erwähnen möchten.

1.    Bei einem Studium der verschiedenen Aspekte des Islams aus der Sicht des Qur’ans sollte man nicht exklusiv handeln. Das bedeutet, dass es nicht viel bringt, wenn man einen Qur’anvers studiert, auf seine Bedeutung eingeht und sich dabei denkt, dass der Qur’an und dadurch der Islam genau dies besagen und nichts anderes. Man muss lernen, den Qur’an richtig zu verstehen und alle Verse, die ein bestimmtes Thema betreffen in Betracht ziehen und die professionelle Meinung der Exegeten und Spezialisten studieren, damit man keine falschen Schlüsse zieht. Dies ist sehr wichtig, und sollte unbedingt beachtet werden, wenn man gerecht und vernünftig urteilen, und dabei sämtliche Aspekte in Betracht ziehen will. Wenn also jemand die islamische Ansicht über individuelle und gesellschaftliche Themen, oder bezüglich Frauen, Freiheit oder freie Wahl erfahren möchte, muss er alle Verse studieren, die sich damit befassen, und auch sich auch mit den entsprechenden Exegesen der Experten befassen. Ein einziger Vers ohne Rücksicht auf die Bedingungen unter denen er offenbart wurde, die genaue Etymologie und den Zeitpunkt der Offenbarung, vermittelt kaum die wahre, islamische Ansicht. Heute stehen wir leider dieser ernsten Bedrohung gegenüber, dass sich jede beliebige Person auf ihre beschränkte Art mit den Qur’anversen befasst und  interpretiert, und sich dann erlaubt, alles Mögliche dem Qur’an und dem Islam zuzuschreiben.

2.    Der Islam selbst betont stark, dass man es strengstens meiden sollte, sich unwissenschaftlich mit ihm zu befassen, und sich eine eindeutige Meinung über etwas zu bilden, worüber man nicht informiert genug ist:

„Du sollst nicht behaupten, etwas zu wissen, wenn du es nicht weisst.“[1]

Daher sollte man den Menschen und vor allem der Öffentlichkeit kein falsches Bild über die wichtigsten und grundlegendsten Dinge vermitteln. Es kommt vor, dass jemand dem Islam und dem Qur’an etwas zuschreibt, ohne die Konsequenzen dieser Äußerung abzuwägen und noch schlimmer, zwei Religionen miteinander vergleicht, ohne dabei ihre wahren Quellen studiert zu haben. Alles sollte also auf die richtige Art gemacht werden; wenn wir eine Meinung über ein wissenschaftliches Thema hören wollen, müssen wir uns an einen Experten wenden, und das gilt für jedes Thema. Auch religiöse Angelegenheiten sind eine Spezialität, und man sollte sich diesbezüglich an Religions-Experten wenden. Aus diesem Grund wurde auch gesagt, dass man, wenn man den Islam praktizieren will, sich an einen Experten zu wenden hat, damit man das Risiko vermeidet, sich zu verirren und vom richtigen Pfad abzukommen.

3.    Der Islam bedeutet Unterwerfung. In manchen Überlieferungen lesen wir, dass der Islam schließlich und endlich die Unterwerfung den göttlichen Befehlen gegenüber bedeutet, in diesem Fall ist die Bedeutung des Islam in der Bedeutung des Wortes enthalten. Jemand der die beiden Glaubensbekenntnisse ausspricht mag als Muslim gelten, doch ein wahrer Muslim ist in all seinen Taten Gottes Anweisungen ergeben. Den Islam auf diese Art zu praktizieren hat individuelle und gesellschaftliche Wirkungen, die sich in verschiedenen Anliegen wie Bildung, Beruf, Rechtsordnung, Wissenschaft, Politik und Regierung spürbar machen. Der Qur’an bezeichnet einen „Muslim“ als jemanden, der Gottes Befehlen ergeben ist:

„Abraham war weder Jude noch Christ! Er war vielmehr ein Gott ergebener Hanîf und gehörte keineswegs zu denen, die Gott andere Gottheiten beigesellen.“[2]

„Du bist mein Beschützer in dieser Welt und in der künftigen. Laß mich sterben in Ergebenheit und vereine mich mit den Rechtschaffenen.“[3]

„Unser Herr, gieße Standhaftigkeit in uns und laß uns sterben als Gottergebene.“[4]

„Werden Wir etwa die Muslime wie die Ungläubigen behandeln?“[5]

„Unser Herr, mache uns beide Dir ergeben und (mache) aus unserer Nachkommenschaft eine Schar, die Dir ergeben sei.“[6]



[1] 17:36

[2] 3:67

[3] 12:101

[4] 7:126

[5] 68:35

[6] 2:128


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